Dezember

Themen: Schreibtagebuch, Schreiben, Roman, Trivia

Ist es schon wieder so weit und wir nähern uns dem Fest der Feste? Die Zeit, auf die sich die meisten freuen und Kerzen und Lichter die Dunkelheit erhellen? Auch ohne Schnee, den wir uns zu Weihnachten wünschen, lohnt sich der Blick nach Draußen. Raureif kann durchaus bezaubernd sein, darum habe ich dieses Bild gewählt.

2024 neigt sich dem Ende zu und es ging wieder einmal rasend schnell. Viel hat sich in diesem Jahr getan, und es ist Zeit, Revue passieren zu lassen, wie auch auf die Gegenwart zu blicken.

Ist es schon wieder so weit und wir nähern uns dem Fest der Feste? Die Zeit, auf die sich die meisten freuen und Kerzen und Lichter die Dunkelheit erhellen? Auch ohne Schnee, den wir uns zu Weihnachten wünschen, lohnt sich der Blick nach Draußen. Raureif kann durchaus bezaubernd sein, darum habe ich dieses Bild gewählt. Einen Blick zurück und nach vorne gewähre ich in diesem Beitrag zum letzten Monat des Jahres.

Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Schreibjahr. Anfang 2024 – wer regelmäßig meine Beiträge liest, erinnert sich – musste ich mit Bruderküsse richtig Gas geben, um dieses Buch im April zu veröffentlichen. Trotz Corona, das mich im Januar erwischt und für ein paar Tage ausgeschaltet hatte, arbeitete ich mich trotzig durch ein Kapitel. Das Sommerfest 1973 im Garten des Palais Schaumburg mit Udo Jürgens als Gastauftritt – und ich musste immer wieder Pausen einlegen, weil ich matt mit meinem Laptop im Bett lag.

Im Februar sah ich allmählich das Ende in Sicht kommen, es entwickelten sich noch ein paar Wendungen, die mich selbst überrascht hatten, aber die Handlung vorantrieben. Und schließlich Mitte März, nochmals Action und das Finale. Ich hatte es geschafft, dank hilfsbereiter Menschen in meinem Umfeld Fehler ausgeschliffen (so gut es ging), korrigiert und voilà, am 05. April Mitternacht betraten Gisa und Rimas als neues Agentenpaar die Welt der Fiktion! Beste Platzierung: Irgendwo auf Rang 4000, und das hatte mich unbändig gefreut. Genauso wie die Noirvember-Aktion, die mir etliche neue Leser*innen beschert hat. Natürlich könnte es immer mehr sein, und das bleibt für 2025 mein Ansporn.

Nicht dass ich bereue, unermüdlich an diesem Roman zu schreiben. Für mich war es eine Erfahrung, dass man seine Grenzen überschreiten kann, wenn man auf ein Ziel hinarbeitet und es unbedingt erreichen will.

Bei Concorde merke ich, dass der Flow geblieben ist und ich unbedingt die Geschichte von Konstanze, Anthony und einem Leben über den Wolken erzählen möchte. An manchen Tagen sprudeln die Handlung und die Dialoge aus mir heraus. Ich bin ungeduldig, Teil 1 zu beenden, aber sollte es nicht sein. Ich weiß, dass ich am Ende weinen werde. Gerade habe ich ein weiteres Kapitel beendet. Wobei auch in Concorde jedes Kapitel nach einem Song vom Rock der späten 60er bis hin zu 70er-Jahre-Disco benannt ist und die Playlist liefern dürfte.

Vom Himmel berührt lautet der Titel des ersten Teils. Mich berührt, dass sich auf meine Social Media-Posts Testleserinnen gemeldet haben, denn ich fühle mich um 30 Jahre zurückversetzt. Mit 14, 15 Jahren brachte ich nämlich die Urfassung von Eis und Bernstein zu Papier und teilte sie zuerst mit einer Schulfreundin. Sie las zu Hause die Teile, die ich ihr gegeben hatte, bis sie auf den neuesten Stand war und fragte gespannt und voller Leidenschaft, wie es denn mit Rasa und Valdas weitergehen würde. Bald sprach sich herum, dass die Ira aus der 8b „einen Roman über Litauen“ schreibt und ich hatte ein Gespann an Testleserinnen zusammen. Neben dem emotionalen Mitfiebern kamen ihre Anregungen und Anmerkungen, wann ich einen Logikschnitzer hereingebracht hatte.

Noch immer schwingt etwas Herzklopfen mit, wenn ich ein Manuskript an Testleserinnen verschicke. Es ist ein wenig wie die Generalprobe. Zieht die Handlung? Entstehen Verbindungen zu den Protas und sind sie glaubwürdig? Ist auch die Antagonistin glaubwürdig? Wo hapert es an der Logik? Welche Passagen sind zu langatmig und wann ist mehr Erklärung gewünscht? Als Autorin sitze ich monatelang vor einem Text und bin in dieser Welt. Es ist gut, wenn jemand von Außerhalb einen Blick darauf wirft und mir meine Fehler zeigt.

Im nächsten Beitrag könnt ihr in den Heathrow Express einsteigen und in der ersten Leseprobe Konstanze und die künftigen BEA-Girls kennenlernen.

Ich wünsche euch eine schöne und hoffentlich ruhige, friedliche Adventszeit. Vielleicht klappt es dieses Jahr mit weißen Weihnachten? Wünscht man sich lange genug etwas, könnte es wahr werden …

Veröffentlicht von autorinirahabermeyer

Ich bin Autorin aus Leidenschaft für Geschichte und insbesondere das 20. Jahrhundert. Auf dieser Seite lasse ich jede*n gerne mitlesen, wie aus einer ersten Idee, einer Inspiration oder einer Faszination ein Roman oder eine ganze Reihe entsteht.

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