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Endlich lacht die Sonne wieder und damit unsere Herzen. Nachdem sich dieses Frühjahr kalt, verregnet und grau zeigte, dürfen wir endlich blauen Himmel sehen und uns über die Wärme freuen. Der Sommer übernimmt für die nächsten Monate die Staffel und das Leben spielt sich wieder im Freien ab.
Für das Schreiben eines Romans ist der Sommer allerdings eine schwierige Jahreszeit. Obwohl der Laptop das schlechte Gewissen, eine Minute Sonnenschein zu verpassen, beschwichtigt und es zulässt, im Garten im Schatten zu arbeiten, ist es anstrengender als im Herbst oder Winter. Oder an Regentagen.
Letztes Jahr hatte mich mit Sternenstürmer/Sterne der Freiheit der Flow gepackt und ich befand mich mitten in der Singenden Revolution, als ich mich an meinen lauschigen Platz im Schatten der Zierkirsche zurückzog. Ich meine, dass ich den zweiten Teil gut hinbekommen habe – soweit die einstimmigen Meinungen der Leserschaft – aber es war anstrengend! Warum? Trotz des Schattenplatzes blendet ab einem bestimmten Zeitpunkt das Licht auf dem Bildschirm, so dass ich den Cursor irgendwo suche. Es ist heiß. Sehr heiß irgendwann. Aber man möchte nicht ins Haus gehen, denn dort befand man sich gefühlt ein halbes Jahr lang. Also, tapfer weiterschreiben, mit Schweiß und Sonnencreme an den Fingern!
Apropos Sonnencreme. Um nichts vom Sommer und seinen Möglichkeiten zu verpassen, geht es ab an den Weiher. Libellen schwirren, Kinder tollen ausgelassen herum und der Geruch von Wasser, Mädesüß und Minze streift mit dem leichten Windhauch über einen hinweg. Dies sind die Stunden, in denen ich mir kreativen Leerlauf genehmige. Ich lese, unterhalte mich. Ich mache einfach nichts – oder lasse die Szenen, die Dialoge und den letzten Cliffhanger nochmals in meinem Kopf ablaufen. Bin ich zufrieden damit und wie geht es weiter bis zum magischen Wort Ende?
Diese Entscheidungen müssen eine Weile warten, denn es wird Abend. Der Sommer ist die Zeit der Biergärten, der Feste und der Grillabende. Außerdem bin ich gerne unter Menschen. Obwohl die Ideen für die Eis und Bernstein-Reihe sind gefühlt unendlich sind und in meinem Kopf bereits neue Projekte umherschwirren: Für diesen Sommer habe ich mir vorgenommen, auch einmal eine Pause zu machen oder meine Schreibzeiten zu verlegen und zu verkürzen.
In diesem Sommer kann ich mich entspannt zurücklehnen. Eis und Bernstein Staffel 1 ist geschrieben und auch die andere Baustelle ist fertig. Ich sollte mich wieder an Bruderküsse setzen, aber die Wetteraussichten sind zu schön. Am nächsten Regentag geht es weiter mit dem EuB-Prequel, und wenn der Herbst wieder früh genug ins Land zieht, setze ich die nächsten Ideen um.
Jetzt kommt aber der Sommer.
