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Sie fasziniert und begeistert noch immer, obwohl sie vor 21 Jahren vom Himmel verschwunden ist. Elegant und schnittig wie eine Rakete, mit den typischen deltaförmigen Tragflächen, der absenkbaren Nase und der Möglichkeit, mit doppelter Schallgeschwindigkeit zu fliegen war sie das Sinnbild von Jetset und Glamour. Präsidenten, Stars und Royals reisten mit ihr. Manche Menschen sparten ihr Geld, um einmal in dreieinhalb Stunden von London nach New York zu reisen. Oder von Paris nach Rio.
Woran denkt ihr dabei? Wer erinnert sich an sie?
Wie ein Überschallknall hat mich die Idee zu meinem aktuellen Projekt gepackt und mich in eine vergangene Epoche versetzt: Mein Blick fiel auf das Modell der Concorde – und ich war geflasht. Titel und Plot waren einen Wimpernschlag später da. Sofort entstand ein neues Universum an Charakteren und ihrem Schicksal, das mit dem legendären Überschalljet verbunden ist.

Und davon handelt meine Concorde:
Ende der 1960er Jahre: Die junge Deutsche Konstanze Weber ist dem Ruf des Swinging London gefolgt, doch ihre Stelle als Au Pair macht sie nicht gerade glücklich. Als sie erfährt, dass die British European Airways Stewardessen sucht, ist ihr Hunger nach Abenteuer geweckt.
Auch der charismatische Pilot Anthony »Ace« Carter Fulton steht vor einer neuen Etappe seiner Karriere: Er wird auserwählt, den legendären Überschalljet Concorde zu fliegen.
Über den Wolken werden nicht nur Freundschaften geschlossen, es entfaltet sich auch ein gnadenloser Wettstreit um Anerkennung und Erfolg. Als Konstanze sich für die Concorde bewirbt, wird ihr klar, dass dies nur den Besten vorbehalten ist – und dass der Traum, schneller als der Schall die Welt zu umrunden, mit Rückschlägen und persönlichen Opfern einhergeht.
Mit dem ersten gemeinsamen Flug mit Ace als Piloten entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen den beiden und der Concorde …
Die Concorde steht nicht nur als Flugzeug im Mittelpunkt meines aktuellen Projekts, sondern es vereint zwei Menschen, deren Leben und Herkunft gegensätzlicher nicht scheint. Was Konstanze und Anthony gemeinsam haben, ist ihr Wille, ihre Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, selbst wenn der Gegenwind noch so heftig ist.
Als ich das neue Manuskript im Frühjahr begann, tendierte ich zuerst, Frankreich zum Schauplatz zu machen. Ein Pilot, der im offenen Auto die Küstenstraße nach Toulouse entlangfährt, wo er zum Testflug ins Cockpit der Concorde steigt, erschafft Bilder. Aber ich entschied mich für ein anderes meiner Lieblingsländer und wählte England. So wird es Anthony „Ace“ sein, der wie für einen Weltraumflug in Overall gekleidet und ausgerüstet Helm und Fallschirm als Testpilot das Flugzeug der Zukunft steuert. Es ist Spätsommer 1969, wenige Wochen zuvor landete die Apollo 11 auf dem Mond. Willkommen im Space Age.
In den 1960er Jahren lockte der Ruf des Swinging London junge Menschen überall in der Welt. Auch die junge Konstanze möchte aus der bürgerlichen Enge des Nachkriegsdeutschlands entfliehen. Ihre Eltern sind geprägt von Vorurteilen und Ängsten, sie möchten, dass sie eine Banklehre oder eine Ausbildung als Verkäuferin macht. Aber darin sieht Konstanze keinesfalls ihre Zukunft. Längst als Au Pair in England eröffnet sich mit ihrer Bewerbung als Stewardess eine neue Welt, und sie findet in der Crew neue Freunde.
Wie die Concorde muss auch sie ihre Prüfungen bestehen, bis sie zu einem neuen, weiteren Horizont aufbrechen kann.
Hier sind noch ein paar Fakten über den Super-Flieger:
Die Entwicklung eines Überschallflugzeugs begann in den frühen 1960er Jahren. Bereits 1955 hielten Wissenschaftler es für möglich.
1962 unterzeichneten Frankreich und Großbritannien einen gemeinsamen Vertrag, um die Kosten und Risiken der Entwicklung eines Überschallflugzeugs zu teilen. Dieses gemeinsame Projekt sollte Großbritannien politisch und wirtschaftlich enger mit dem Kontinent verbinden.
So auch der Name „Concord“, was im Englischen „Eintracht“ oder „Übereinstimmung“ bedeutet. Der damalige französische Staatspräsident Charles de Gaulle fügte das e dazu.
Am 02. März 1969 startete die Concorde von Toulouse aus zu ihrem Erstflug.
In Großbritannien wurden die Testflüge von Bristol aus durchgeführt.
Am 04. November 1970 erreichte die die Concorde zum ersten Mal Überschallgeschwindigkeit (Mach 2, über 2400 km/h).
Die ersten kommerzielle Flüge begannen ab dem 21. Januar 1976 von Paris nach Rio de Janeiro, bzw. von London nach Bahrain.
Trotz des schnellen Reisens (3,5 Stunden von London nach Paris), ihrem technischen Fortschritt erwies sich die Concorde als zu teuer im Unterhalt. Aufgrund des Lärms waren ihre Routen sehr begrenzt.
Die Concorde trat am 24. Oktober 2003 ihren letzten kommerziellen Flug von New York nach London an.
Heute kann man einige der außer Dienst gestellten Concordes in Museen besichtigen. In Deutschland steht in Sinsheim eine Concorde der Air France.
Während ich weiter an meinem Roman arbeite, hoffe ich, dass Concorde auch euch in ihren Bann zieht und sozusagen weiterlebt. Legenden überdauern bekanntermaßen die Zeit.
Bleibt gespannt auf das, was noch kommen wird – dann heißt es willkommen an Bord!