Themen: Roman, Historischer Roman, Zeitgeschichte, Leseprobe, 1970er Jahre, Concorde, England, UK, USA, Luftfahrt
Seit wann können Städte sprechen? Wenn sie es könnten, wie würden ihre Stimmen klingen? München wäre stets ein wenig grantig, Wien würde sagen „küss die Hand, gnä‘ Frau“ und London würde eine entspannte Erhabenheit zeigen.
Bei New York denkt sicher jeder an derbe Straßendialoge, an hupende Taxifahrer und eine herzliche Schnoddrigkeit. Genauso klingt die Stimme, die Konstanze plötzlich aus den Tiefen ihrer Straßenschluchten anspricht und ihr hin und wieder einen (wohlgemeinten) Rat gibt:
Hi, Süße, ich bin’s, New York, die Stadt der Städte. Litt sie an Halluzinationen oder flüsterte ihr eine vorlaute Stimme von draußen etwas zu? Jemand wartet hier auf dich …
Schwachsinn, schüttelte Konstanze den Kopf. Städte können nicht sprechen. Mit zitternden Fingern nahm sie den Hörer und tippte die Nummer von der Karte die Tasten.

In Band 1 Vom Himmel berührt bekam die Concorde bereits ihre Stimme. Gesprächig ist sie nicht unbedingt, im Gegensatz zur Stadt der Städte. Konstanze ist weit gereist, bevor sie Stewardess auf der Concorde wurde und war einige Male in den USA. Diesmal scheinen ihre Ohren und Sinne offen für alles, was New York ihr anbietet.
Bisher war Konstanze nie länger als einen Stopover von zwei, drei Tagen dort und flog zurück nach Europa. Die Lebensweise der Amerikaner hatte sie nur am Rande wahrgenommen und sie wirkte stets fremd auf sie, so auch die wie mit einem Lineal gezogenen Straßen, die Hochhäuser, die Hektik und die ausschweifenden Nächte. In den 1970er Jahren war die Discowelle auf ihrem Höhepunkt und das Studio 54 legendär mit seinen Partys und Exzessen.
Amerika erschien Konstanze wie ein fremder, weit entfernter Stern am Himmel, den sie durch ein Teleskop beobachtete. Jetzt, als sie die Brüstung entlangschlenderte und auf das Lichtermeer schaute, fühlte es sich für sie aufregend und einschüchternd an, als lebte sie auf einem anderen Planeten.
Ihr dürft gerne weiterlesen wie es Konstanze in der Neuen Welt ergeht. Mit Everett trifft sie auf einen Charakter, der gegensätzlich zu ihrem ist. Diese Gegensätze sind durchaus spannend. So trifft auch ein wenig Dallas-Flair auf den modernen Stil, der aus dem 1. Teil bekannt ist.
Was wird New York Konstanze noch alles zuflüstern? Was erwidert ihre innere Stimme und vor allem ihr Herz?
Ab 30.10.2025 – und nun auch als Printbuch.
Ein Update nebenbei: Endlich ist auch das Printbuch von „Wo der Himmel“ erstellt. Natürlich ist es wie meine bisher erschienen Bücher überall, auch im stationären Handel erhältlich. Vorsorglich weise ich allerdings darauf hin, dass es bei Print-on-Demand-Büchern ein paar Tage länger dauern kann, falls es im Geschäft bestellt wird.