Champagnermomente

Auf alle, die 2025 als ein gutes Jahr feiern

Auf alle, die sich selbst treu bleiben

Auf alle, die ihre Champagnermomente zählen

Und auf alle, die mich unterstützen und unterstützt haben

Ich bin glücklich und zufrieden

Für mich als Autorin war 2025 ein durchaus erfolgreiches Jahr. Concorde hat zwar nicht die Bestsellerlisten gestürmt, aber ich bin unglaublich froh und glücklich darüber, dass ich diesen Roman geschrieben habe. Zumeist sind gute bis sehr gute Rezensionen eingegangen und Nachfragen zwischendurch, wie es mit Konstanze und Anthony weitergehen und der zweite Teil erscheinen würde. Den Figuren wird unglaublich viel Sympathie entgegengebracht und ich habe die Faszination für die Concorde ein wenig weitergeben.

Ich weiß aber auch, dass der Buchmarkt sehr schnelllebig ist. Beide Teile von Concorde hatten es in die Midlist geschafft. Aber man ist nur dann ein echter Selfpublisher (von vielen), wenn die Titel nach ein paar Wochen herunterrauschen und der Algoritmus sie auf ihre Plätze verweist. Natürlich gibt es auch die Anonymen, die ihre 2-Sterne-Rezensionen abgeben. Kann es sein, dass ich in die eine oder andere Wunde gefasst und ihnen etwas vor Augen gehalten habe, das ihr Weltbild stört?

So what?

Concorde ist ein Roman, den ich mir vom Herzen und mit dem Herzen geschrieben habe und ich feiere ihn als einen Champagnermoment.

Dass Vom Himmel berührt von Tolino für die Leipziger Buchmesse ausgewählt wurde und dort einem größeren Publikum präsentiert wird, zähle ich mit zu den Erfolgen. Cheers, Concorde!

I’m not for turning

Natürlich geht immer ein bisschen mehr. Vermutlich könnte ich noch mehr Bücher verkaufen, wenn ich für BookTok und Co. schreiben würde. Könnte ich?

Ich lief in Yeovilton unter der Concorde hindurch und fühlte Anthony nach, der das gleiche Flugzeug vom Bug bis zum Rumpf entlangschreitet. Ich spürte meinen Prota, seine Affinität zu einer Technik, die ihrer Zeit weit voraus wahr und seine heilige Ehrfurcht, diesen Donnervogel zu fliegen. In mir bestätigte sich: Nach diesem Roman werde mich ich ganz sicher nicht verbiegen und etwas schreiben, was mir vielleicht mehr Geld, Likes und Fans einbringen könnte, aber nicht mir entspricht. „I’m not for turning – ich bleibe mir selbst treu“, versprach ich mir und euch.

In meinem letzten Post hatte ich von meiner Lesung erzählt. Was muss ich noch hinzufügen? So etwas ist für mich ein Erfolg, vor realen Menschen in einem realen Raum zu lesen und am Ende des Abends zu spüren, welchen Spaß wir alle hatten.

Diese Erinnerungen sind wie die Perlen im Champagnerglas, die hochsteigen. Ich werde sie mitnehmen ins neue Jahr.

Mein Ausblick auf 2026

Auf die Fügungen

Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass ich die Rechte an meinem ersten Roman Himmel, Erde, Schnee zurückbekomme. Auch in diesem Titel kommt der Himmel vor, gemeint sind aber die Farben der estnischen Flagge Blau-Schwarz-Weiß. Dieser Zweiteiler hat weniger etwas vom Rauschen der Rolls-Royce-Snecma-Olympus 539-Triebwerke, Gee-Whizz und Überschall. Es sind eher die nordische Gelassenheit, die spektakuläre Naturkulisse und der Mut, den Menschen aufbringen können, wenn sie zusammenhalten. Vielmehr sind es die Millionen von Stimmen, die sich Ende der 1980er Jahre in den Baltischen Staaten zur Singenden Revolution erhoben und die Freiheit von Moskau errungen haben. 2018 und 2019 hatte ich (damals noch unter meinem Mädchennamen) Unter dem Roten Stern und Der Gesang der Freiheit als Ebook und Printbuch auf Amazon kdp veröffentlicht und der Himmel, Erde, Schnee-Saga wurde damals ähnlich viel Zuspruch entgegengebracht wie Concorde.

Es müssen nicht immer die Hamptons, Barbados oder Westminster sein. Tallinn, die Hochmoore und Küstenstreifen, an denen Felsen aneinandergereiht sind, als hätten sie die Riesen aus den Sagen arrangiert, sind auch schön.

Die Neuveröffentlichung (wieder mit Ebook) und definitiv mit neuen Covern ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen und ich freue mich ungemein, dass dieses Herzenswerk endlich wieder mir gehört.

Auf meine Heimatstadt

Längst wollte ich einen Roman schreiben, dem Freising, meine Heimatstadt als Kulisse dient. In meiner Biografie steht schließlich: Geschichte – vor allem die des 20. Jahrhunderts – und das aktuelle Zeitgeschehen gehören zu den Vorlieben der Autorin Ira Habermeyer, die 1977 geboren ist und mit ihrer Familie in der historischen Domstadt Freising lebt, usw.

Immer wieder suchte ich nach einer Idee, nach einem historischen Hintergrund und den entsprechenden Charakteren. Freising als Stadt der Brauereien und unterirdischen Bierkeller? Immerhin ist die Brauerei Weihenstephan die älteste urkundlich erwähnte Brauerei der Welt. Freising als geistliches Zentrum und als Schauplatz à la Der Name der Rose? Wäre interessant, wenn man sich mit dem Mittelalter befasst. Vielleicht möchte jemand diese Idee gerne aufgreifen. In Der Medicus ist Freising erwähnt.

Meine Epoche ist das 20. Jahrhundert, Mid-Century, Kalter Krieg. So wird dieses Projekt in den frühen 1950er Jahren spielen und die Protagonisten habe ich endlich gefunden: Romy und Adrien. Sie ist ein Mädel aus dieser Stadt und er ein US-Lieutenant mit franko-kanadischen Wurzeln, der in der Vimy-Kaserne stationiert ist.

Im Laufe der Monate werde ich euch sicherlich mehr über Romy und Adrien und den Settings erzählen, die von mir aus nur einen Steinwurf weit entfernt sind und die zu meinen Lieblingsorten gehören.

Da ich noch einige andere Dinge zu erledigen habe, kann es sein, dass ich nicht regelmäßig Posts verfasse. Bleibt mir bitte weiterhin gewogen und dran. Ich danke euch von Herzen für eure Treue, euer Interesse und euer Vertrauen.

Nun möchte ich euch frohe Weihnachten wünschen und ein gutes, glückliches neues Jahr.

Veröffentlicht von autorinirahabermeyer

Ich bin Autorin aus Leidenschaft für Geschichte und insbesondere das 20. Jahrhundert. Auf dieser Seite lasse ich jede*n gerne mitlesen, wie aus einer ersten Idee, einer Inspiration oder einer Faszination ein Roman oder eine ganze Reihe entsteht.

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