La Serenissima – Making of Bruderküsse #5

Themen: Schreibtagebuch, Roman, Historischer Roman, Zeitgeschichte, Politik, Fakten zum Buch, 1970er Jahre, Settings

Venedig gibt als ein Setting einiges her. Die wunderschöne wie geheimnisvolle Stadt diente Filmen wie „The Tourist“ oder „Der talentierte Mr. Ripley“ als Kulisse, ganz zu schweigen von den James Bond-Filmen „Liebesgrüße aus Moskau“ und „Moonraker“.

Damit sind wir beim Thema Agenten und Kalter Krieg. In „Bruderküsse“ verschlägt die Übergabe von Mikrofilmen mit pikanten Informationen Rimas und Gisa in die Lagunenstadt.

Wie und weshalb?

Einmal im Westen stationiert ist es für Rimas einfach, nach Italien zu reisen und dort gemeinsam mit Gisa an der Adria den Urlaub zu verbringen. Ein Hauch von 1970er-Jahre-Rimini und „Man spricht deutsch“-Vibes weht durch das Kapitel, aber da Rimas und Gisa kulturell interessierte Menschen sind, besichtigen sie römische Ruinen in Ravenna und besuchen eine Opernaufführung. Große Geschichte und Musik verbinden Ost und West.

Agenten haben offenbar niemals frei, und so folgt ihm auch im sonnigen Italien der Schatten des KGB. Ein Kontaktmann gibt den Auftrag an Rimas weiter, zwei Mikrofilme nach Venedig zu bringen. Was darauf gebannt ist, könnte größere Kreise ziehen, und deshalb ist auch der CIA hinter diesen Filmen her.

Gefährliche Fracht

Inmitten der Touristen, die im Sommer durch Venedigs Gassen strömen, könnten Gisa und Rimas Schutz finden und untertauchen. Als ein Paar, das eine romantische Gondelfahrt unternimmt, befördern sie die gefährliche Fracht. Eine der wohl spektakulärsten Szenen dürfte das Überreichen der Mikrokameras unter der berühmten Seufzerbrücke sein. Ob Rimas dieses Vorhaben gelingen wird und welche finsteren Geheimnisse auf die Filme gebannt sind, lest ihr ab April in „Bruderküsse“.

»Weißt du, wie die Seufzerbrücke zu ihrem Namen kam?«, flüsterte Gisa, dabei überschlug sich ihre Stimme. »Man glaubte, dass die Gefangenen, die in die Bleikammern geführt wurden, einen letzten Seufzer ausstießen, als sie die Freiheit der Lagune sahen.«

            Sein schwarzer Humor durchtränkte seine Gedanken, fing seine Nervosität auf. Er erkannte die Parallelen zwischen den Seufzern der Gefangenen und dem Schicksal, das ihm drohte.             Der Schatten der Brücke streifte über der Gondel, und er spähte gespannt durch den engen, dämmrigen Kanal. Eine andere Gondel näherte sich langsam aus der entgegengesetzten Richtung. Darin saß ein Mann mit hellem Hut.

„Bruderküsse“, aus dem Kapitel „Azzurro“

Veröffentlicht von autorinirahabermeyer

Ich bin Autorin aus Leidenschaft für Geschichte und insbesondere das 20. Jahrhundert. Auf dieser Seite lasse ich jede*n gerne mitlesen, wie aus einer ersten Idee, einer Inspiration oder einer Faszination ein Roman oder eine ganze Reihe entsteht.

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