Zum vierten Advent: Ich bring euch gute neue Mär

Eine Weile hat es gedauert, bis aus der Skizze, die ich Anfang des Jahres hier gezeigt hatte, eine Illustration wurde. Das lag daran, dass ich mich im nun zu Ende gehenden Jahr völlig aufs Schreiben konzentriert hatte, und dass mir nicht immer der Sinn nach Neujahrsbäumen steht. Also habe ich meine Schreibpause genutzt und Lucija und Dovidas Gestalt und Farbe verliehen.

Die Szene, in der Dovidas Lucija mit auf die Neujahrsfeier seiner Luftwaffenbasis nimmt, wollte ich zuerst mit Bleistift festhalten. Ende 2008 entstand die Skizze, und bis vor einem Jahr lag sie in meiner Mappe – so wie die Erstfassung von „Sternenstürmer“ auf meiner Festplatte geparkt war. Die Uniform, die Dovidas trägt, ist allerdings historisch nicht korrekt: Ab etwa der 1950er Jahre, mit Stalins Tod, verschwanden in der Sowjetarmee die typisch russisch anmutenden Stehkrägen sowie die Stiefel. 1975 dürfte Dovidas eine andere Paradeuniform, die bei den Luftstreitkräften dunkelblau war, getragen haben. Aber ich habe sie beibehalten, wie sie damals meiner Fantasie entsprang und ihm etwas vom Nussknacker verleihen sollte.

Eine neue Reihe für 2023

Doch nun möchte ich die gute neue Mär verkünden, dass kommendes Jahr der Auftakt der „Eis und Bernstein“-Reihe sein wird. Lange habe ich darauf hingearbeitet, dass eine weitere Herzensgeschichte realisiert wird. Schauplatz von „Eis und Bernstein“ wird ebenfalls das Vilnius der 1980er/1990er Jahre sein, allerdings wird die Geschichte von einer anderen Seite aus betrachtet:

Man schreibt das Jahr 1981, als Rasa ihr Zuhause verlässt, um in Litauens Hauptstadt Vilnius eine Karriere im Staatsdienst zu beginnen. Dabei kreuzen zwei bedeutende Männer ihren Weg: Der umtriebige, wie geschäftstüchtige Valdas Grinfeldis, der sich als Schlüssel zur Vergangenheit ihres Vaters erweist – und der KGB-General Rimantas Kazimieras Rutkus, der sie zum Instrument des gefürchteten sowjetischen Geheimdiensts ausbildet. Doch Gefühle können trügerisch wie auch hinderlich auf dem Weg nach Oben sein und die Wahrheit schmerzhaft. Gelingt es Rasa, sich aus den Verstrickungen zu lösen?

Soweit der vorläufige Klappentext. Rimantas Kazimieras Rutkus, aka Rimas dürfte bereits aus „Steppenfalken“ berühmt-berüchtigt sein. Auch Rasa hat am Schluss dieses Spin-Offs ihren kurzen Auftritt und kreuzt mit Rimas beim Fechten die Klingen. Auch in „Der Gesang der Freiheit“ hat sie einen kleinen Auftritt. Mit Rūta, Lucijas Dozentin, trefft ihr eine weitere Bekannte im „Eis und Bernstein“-Universum. Wer es bereits bemerkt hat, geistert Rimas auch in „Sternenstürmer“ herum. Ich liebe es, zwischen meinen unterschiedlichen Protagonisten Querverbindungen zu knüpfen. Für mich ist jeder Roman, jede Reihe ein Haus, in dem meine Charaktere leben, und manchmal besuchen sie sich.

„Sterne der Freiheit“ wird ebenfalls einen kleinen Vorgeschmack auf „Eis und Bernstein“ geben. So freuet euch und bleibt mir gewogen!

Eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr

Ira

Veröffentlicht von autorinirahabermeyer

Autorin Cold War Fiction-Romane

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