Zum dritten Advent: Mein Schreibjahr 2022 und Vorsätze

Ein X-Mas-Special 2022 ist „Sternenstürmer“ nicht geworden, obwohl ich vergangenes Jahr um diese Zeit den Roman um eine weihnachtliche/winterliche Szenerie aufgebaut habe. Dafür ist „Sternenstürmer“ nun doch zu düster und dystopisch – auch für das, was als Historischer Roman so gängig wäre. Trotzdem sprüht der erste Teil über vor lebensbejahender Freude und der Vielschichtigkeit der Charaktere, die mich bis September dieses Jahres durch ihre Liebesgeschichte in den 1970er Jahren, den Hindukusch hinauf bis in die anarchische Ära von Glasnost und Perestrojka gejagt haben. Dovidas könnte es nicht besser formulieren: Ich habe mit zwei Mach (Überschall) ein sehr dickes, gehaltvolles Werk verfasst.

Wie sehr mich die Eigendynamik in Handlung, Figuren und Schauplätze hineingezogen haben, stellte ich fest, als ich das komplette Manuskript als Print auf Amazon veröffentlichen wollte. Bei 800 Seiten war Schluss, und da half auch das kühnste Formatieren nichts. Inzwischen dürfte ich alle Schriftarten von Times New Roman bis Garamond hin zu Palatino Lynotype in allen Größen kennen. Also begann die Suche nach einem Titel von Teil 2. Ich entschied mich für „Sterne der Freiheit“. Mit den Sternen ist der Bezug zu Teil 1 hergestellt und ich spiele auf das Freiheitsdenkmal in der lettischen Hauptstadt Riga an. Riga ist einer der Schauplätze des in Aufruhr geratenen Baltikums der späten 1980er Jahre, und ich stand noch ganz unter dem Eindruck meines Besuchs in Lettland, Litauen und Estland in diesem August. Voraussichtlicher Erscheinungstermin für „Sterne der Freiheit“ ist Februar 2023.

Damit hätte ich mein Buch für das kommende Jahr angekündigt. Und so geht es in Teil 2 weiter:

1985: Dovidas kehrt nach Litauen zurück und damit in ein Land, das vor dramatischen politischen Umwälzungen steht. Doch schon bald wird er wieder nach Afghanistan beordert, wo sich nach Jahren des Krieges gegen die islamistischen Rebellen das Blatt zu wenden scheint.

Lucija hält sich mit ihrer kritischen Haltung der Machthaber gegenüber nicht länger zurück. Ermutigt vom neuen Kurs im Kreml, schließt sie sich ihrem alten Studienfreund Kaziukas an und engagiert sich in einer Volksfront. Überall im Baltikum werden die Stimmen nach Freiheit lauter, und die Sezession nimmt ihren Lauf.

Während Dovidas für seinen Einsatz in Afghanistan in die höchsten Ränge des Militärs aufsteigt, kommt es zur Abrechnung zwischen ihm und seinem sadistischen Vorgesetzen. Schließlich gerät Dovidas in der aufgeheizten politischen Stimmung zwischen die Fronten: Bekennt er sich zu seiner Heimat oder fühlt er sich noch immer an den Eid gebunden, den er einst leistete?

Klappentext „Sterne der Freiheit“ – Teil 2 der „Sternenstürmer“-Saga

Schließlich und endlich erschienen mit einem halben Jahr Verzögerung seitens meines ehemaligen Verlags die Neuauflagen von „Unter dem Roten Stern“ und „Der Gesang der Freiheit“. Insgesamt haben beide Bücher – damit meine ich die Selfpublishing-Ausgabe – beste Rezensionen erhalten. Allerdings habe ich weder das Hardcover noch den stolzen Preis festgelegt, was beide Teile leider in die Backlist verbannt hat. Nun hat der „Amrun“-Verlag die „Himmel, Erde, Schnee“-Dilogie übernommen und damit wird es hoffentlich besser laufen.

Die Veröffentlichung von „Steppenfalken“ im Frühjahr tröstete mich darüber hinweg, was bisher mit einem meiner Herzensromane geschehen war. Die Resonanz auf die zweite Koproduktion mit Silvia, in der die Liebesbeziehung von Rimas und Attila, und damit ihre Geheimnisse, im Vordergrund steht, war gut.

Auf meiner Projektliste 2023 steht nach wie vor die Agentensaga „Eis und Bernstein“. Lange erwartet und ersehnt, wird wohl Mitte kommenden Jahres der erste Teil erscheinen. Ich werde euch mit Making-Ofs und ersten Leseproben auf dem Laufenden halten. Für das kommende Jahr habe ich mir zum Vorsatz gemacht, mich nicht hetzen zu lassen. Dass durch die Sozialen Medien der Buchmarkt mehr zu einer Maschinerie verkommen ist, hatte ich in einem meiner vorherigen Posts bereits erwähnt.

Also trifft es sich gut, dass ich meine Präsenz auf Facebook und Instagram einschränken werde. Plattformen wie Pinterest oder Tumblr sind davon ausgenommen, denn dort finde ich Inspirationen für meine Romane wie auch für alle Lebensbereiche.

2023 werde ich mich intensiver um meinen Blog kümmern und auch wieder, so wie früher, mehr zu Stift und Papier greifen und die Zeit zurückholen, die mit den Sozialen Medien draufgeht. Früher zeichnete ich begleitend zum Schreiben an meinen Manuskripten und Romanen. Ich habe gemerkt, wie mich das Zeichnen beruhigt, entschleunigt und auf positivere Gedanken bringt. Obwohl ich keine professionelle, perfekte Malerin bin, liebe ich es, den Protagonisten Aussehen und Gesichter zu verleihen.

Mit meiner Jahresbilanz für 2022 bin ich zufrieden. Jetzt in den letzten Wochen ist Zeit, innezuhalten und auch vorauszublicken. Ich wünsche uns allen, dass 2023 angenehmere (weltpolitische) Ereignisse zu bieten hat und allgemein viel Gutes mitbringt.

Veröffentlicht von autorinirahabermeyer

Autorin Cold War Fiction-Romane

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