Schreiben war Teil meines Lebens, seitdem ich 11 war. Damals begann ich meine ersten Geschichten zu Papier zu bringen und blätterte die Buchkataloge durch, die in den späten 1980er Jahren zu uns ins Haus flatterten. Ich stellte mir vor, wie der Titel meines Buches aussehen würde, obwohl ich weit von einer Ahnung entfernt war, worüber mein erster Roman handeln würde. Meine Ambition war geboren.
Also sollten die Vorgänger von Himmel, Erde, Schnee und Eis und Bernstein die ersten Grundideen sein. Die Protas Lagle, Arvo und Enn, beziehungsweise Rasa, Valdas und Rimas hatte ich bereits geschaffen. Erkennt sie jemand wieder?
Himmel, Erde, Schnee
2012 und 2013 also ging es mit der Himmel, Erde, Schnee-Saga los und mein Traum wurde wahr. 2018 und 2019 erschien der Zweiteiler als Neuauflage im Selfpublishing auf Amazon.


Lange waren Unter dem Roten Stern und Der Gesang der Freiheit verschwunden, beziehungsweise nur als Printbuch verfügbar. In den 2020er Jahren mochte es durchaus noch Kleinstverleger geben, die folgende Ansicht vertraten: „Zuerst drucken wir das Buch, in zwei Jahren erscheint dann das Ebook.“ Sehr bald hatte ich meine Entscheidung bereut und meine Rechte auf die nächsten 10 Jahre im wahrsten Sinne des Wortes abgeschrieben.
Vor Weihnachten 2025 erhielt ich dann die frohe Botschaft vom Amrun-Verlag, der die Titel des Baden gegangenen Verlegers gekauft hatte. Der Imprint würde zum 31.12.2025 aufgegeben und ob ich … Natürlich wollte ich HES zurück.
Würde ich die Geschichte um Lagle, Sigrun, Arvo und Enn heute nochmals anders erzählen?
Nein. Ich habe nichts daran verändert, denn so, wie ich sie 2018/19 veröffentlicht hatte, bin ich zufrieden damit. Sie zeigt, welchen Weg ich seit meinem Debüt bis heute als Autorin gegangen bin.
Der Roman-Zweiteiler um die Freiheitsbestrebungen Estlands und das Schicksal seiner Protas hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Geschichte ist niemals verstaubte Vergangenheit.
Die neuen Cover hat mein Stiefsohn Louis Habermeyer erstellt, der an der Akademie der Künste in München studiert.
Nun hoffe ich, dass HES weiterhin seine Leserschaft findet und ich weiterhin diese Herzensgeschichte teilen darf.
Sternenstürmer
Ein Manuskript aus dem Jahr 2008/09, zu dem ich 13 Jahre später wiederfand. Darin wechselte ich in die Ich-Präsens-Perspektive, um Lucija und Dovidas ihre Geschichte erzählen zu lassen.
Ausgerechnet als am 23. Februar 2022 Putin die Ukraine überfiel, steckte ich mitten in dem Roman um den ehemaligen MiG-Piloten Dovidas, der nach Afghanistan beordert wird und ich dachte nur, kann ich jetzt dieses Buch veröffentlichen? Ich entschied mich dafür, und zwar aus dem Grund, dass Sternenstürmer sehr viele Parallelen zur heutigen Zeit aufweist und darum hochaktuell ist. Ich scheue auch keine Diskussion, sondern benenne die Fakten, wie sie sind.
Nun ist der 1. Band neu herausgekommen und das Cover wurde völlig neu gestaltet. Mir gefällt es wesentlich besser als das der ersten Auflage.
In meinen älteren Beiträgen könnt ihr gerne stöbern, um Leseproben und Hintergründe zu erfahren.

Bruderküsse
Bonn als schillerndes Spielfeld der Macht und der Intrigen, der Spionage und der Verführung – längst wollte ich einen Roman in der Ära Brandt handeln lassen. Willy Brandt ist für mich die Symbolfigur von Aufbruch und Versöhnung, einer neuen Zeit.
Fatal war, dass sich mit Günter Guillaume ein Ost-Spion in seinem Dunstkreis bewegte und Brandt ihm sehr vertraute, ohne zu wissen, mit wem er sich umgab. 1974 führte die Guillaume-Affäre zu Brandts Rücktritt.
Günter Guillaume war nicht der einzige Spion in der Hauptstadt der Bundesrepublik, ungefähr 6000 Agent*innen aller Geheimdienste, ob CIA, KGB, MI6 oder das DGSE, mischten mit.
Ich hatte den Schauplatz, die Epoche und fand mit Rimas einen der Protagonisten. 2024, 50 Jahre nach der Guillaume-Affäre, war Bruderküsse fertig.
Und da war noch der Brat-Girl-Summer.

Concorde – Vom Himmel berührt und Wo der Himmel endet
Ich gestehe, nach dem Versteckspiel, den geheimen Missionen und den Anschlägen auf Leib und Leben war mir nach einem Roman, bei dem es anderweitig rasant zugeht.
Die Idee zu Concorde traf mich innerhalb von Sekunden und ich verlegte die Handlung hauptsächlich nach England, neben den Baltischen Staaten einer meiner Lieblingsorte.
Vergangenes Jahr erschienen Vom Himmel berührt und Wo der Himmel endet. Zwar mag die Romanreihe soweit abgeschlossen sein, aber ich bin noch nicht von Bord gegangen. You may leave London, but London never leaves you unterschreibe ich glatt.


Heimat zwischen den Kontinenten – Trümmerblüten
Auch mein Vorhaben, meine Heimatstadt zum Romansetting zu machen, konnte ich endlich umsetzen. In Freising beginnt die Heimat zwischen den Kontinenten-Saga um die junge Schneiderin Romy und den US-Lieutenant Adrien.
Es macht mir unglaublich viel Freude, mit diesen Figuren zu arbeiten und mich in die Wirtschaftswunderjahre zurückzuversetzen. Derzeit arbeite ich an der Fortsetzung, in der die Schauplätze aufgrund der historischen Hintergründe nach Korea (Nord und Süd) sowie die USA wechseln werden.
